Der Weg aus der Erschöpfung

Die Dämonisierung der Arbeit als „krankmachend“ ist im therapeutischen Kontext einer Erschöpfungssymptomatik genauestens zu überprüfen. Arbeit generell als Ursache hierfür einzuordnen, könnte für die Betroffenen eine zusätzliche Schwächung bedeuten, statt Heilendes auf den Weg zu bringen. Vielmehr müssen die individuellen „Energiefresser“ die Klienten lokalisiert und neutralisiert werden.

 

Eine präzise und therapeutisch aufrichtige Diagnosestellung ist die Grundvoraussetzung für eine auf Nachhaltigkeit basierende Therapie. Im Vordergrund der Betrachtung stehen hier die individuellen Lebensrhythmen (Arbeit, Schlaf, Essen, Freizeit), die im Einzelnen oder in ihrer Gesamtheit Störungen aufweisen können. Diese Rhythmusstörungen können zu erheblichen Energieverlusten und damit zu seelischen, geistigen und körperlichen Zuständen tiefster Erschöpfung führen.

 

Nur ein individuell zugeschnittener und ganzheitlicher Therapieansatz kann hier Abhilfe schaffen, um die häufig auftretende Problemfokussierung des Betroffenen zu lösen und ihm seine Selbstheilungs- und Handlungskompetenz zu vermitteln. Im Zuge dessen werden dann auch die oft unbewussten Ressourcen des jeweiligen Klienten herausgearbeitet und konstruktiv im Alltag integriert werden. Die vom Therapeuten induzierten Verhaltensänderungen und entsprechenden Maßnahmen zur beständigen Regeneration und Energiegewinnung werden ein fester Teil des resilienten Lebens.